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Begriff

Hybrid Search

Hybrid Search kombiniert lexikalische Volltext-Suche (z. B. BM25) mit semantischer Vektor-Suche und vereint die Stärken beider Verfahren — präzise auf Keywords und robust auf Bedeutung.

Hybrid Search — ausführlicher erklärt

Reine Vektor-Suche schwächelt bei seltenen Eigennamen, Produktcodes oder Tippfehlern — Begriffe, die im Trainingskorpus kaum vorkamen, haben keine sinnvolle semantische Nachbarschaft. Reine Volltext-Suche scheitert dafür an Synonymen und Umschreibungen. Hybrid Search lässt beide Verfahren parallel laufen und fusioniert die Ergebnislisten — meist per Reciprocal Rank Fusion (RRF) oder über lineare Score-Kombination. Das Endergebnis ist deutlich robuster als jeder Einzel-Retriever.

Beispiel / Praxisbezug

Ein Support-Bot soll sowohl bei „Wie reset ich mein Passwort?” als auch bei „Fehlermeldung E_AUTH_402” gute Treffer liefern. Vektor-Suche dominiert beim ersten Fall (Frage in natürlicher Sprache), BM25 beim zweiten (exakter Code). Hybrid Search liefert für beide Anfragen brauchbare Top-Treffer. Vektor-DBs wie Qdrant, Weaviate, Pinecone und Postgres mit pgvector + tsvector unterstützen Hybrid-Setups direkt.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Hybrid Search ist Retrieval-Strategie, kein eigener Algorithmus — die Bausteine sind klassische BM25- bzw. Vektor-Indizes. Reranking ist der oft nachgeschaltete Schritt: ein Cross-Encoder ordnet die fusionierten Top-N noch einmal genauer um. Multi-Query und Query Expansion erweitern die Anfrage selbst, anstatt zwei Retriever zu kombinieren.

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