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Begriff

Hydration

Der Prozess, bei dem ein vom Server gerendertes statisches HTML im Browser nachträglich mit JavaScript-Interaktivität versehen wird — aus „totem" Markup wird eine reaktive App.

Hydration — ausführlicher erklärt

Klassische SSR-Frameworks wie React, Vue oder Svelte liefern beim ersten Request fertiges HTML — Nutzer sehen sofort etwas, LCP ist gut. Damit Buttons klickbar werden und State funktioniert, lädt der Browser zusätzlich das JavaScript-Bundle und „hydratisiert” das HTML: Event-Handler werden angehängt, Komponenten-State aufgebaut, Virtual DOM mit dem realen DOM abgeglichen.

Das hat einen Performance-Preis: Hydration blockiert kurz den Hauptthread und kann INP verschlechtern. Moderne Antworten darauf sind Partial Hydration (nur interaktive Inseln hydratisieren — wie Astros Islands), Selective/Progressive Hydration (priorisiert nach Sichtbarkeit) und Resumability (Qwik überspringt Hydration komplett).

Beispiel / Praxisbezug

Eine Astro-Seite mit drei <Counter client:visible />-Komponenten hydratisiert nur diese drei Inseln, sobald sie in den Viewport scrollen — der restliche statische HTML-Inhalt bleibt JavaScript-frei.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

SSR ist Voraussetzung für Hydration; ohne vorab gerendertes HTML gibt es nichts zu hydratisieren (das wäre dann CSR). Resumability (Qwik) ist die Gegenposition: serialisierten Zustand wieder aufnehmen, statt erneut aufzubauen.

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