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Begriff

Log File Analysis

Log File Analysis wertet Server-Logs aus, um zu sehen, welche URLs Googlebot tatsächlich crawlt, wie oft und mit welchem Statuscode. Zeigt das echte Crawl-Verhalten — anders als Search Console (aggregiert) oder synthetische Crawler.

Log File Analysis — ausführlicher erklärt

Server-Access-Logs enthalten jede einzelne HTTP-Anfrage an die Site — inklusive User-Agent, URL, Statuscode, Timestamp, Bytes übertragen. Bei der Log-Analyse filtert man auf Bot-User-Agents (Googlebot, Bingbot, AI-Crawler) und reverse-DNS-verifizierte IPs, um zu sehen, wo der Crawl-Budget tatsächlich landet.

Typische Findings: ein großer Teil der Crawls geht auf Filter-/Sort-URLs (Faceted Navigation), Redirect-Ketten oder 4xx-/5xx-Seiten. Daraus folgen konkrete Maßnahmen: robots.txt-Regeln, Redirect-Bereinigung, Canonical-Korrekturen. Tools: Screaming Frog Log Analyzer, OnCrawl, JetOctopus, Botify oder ein simples ELK-Stack-Setup.

Beispiel / Praxisbezug

Ein Shop sieht in der Search Console “1,2 Mio gecrawlte URLs”, aber nur 80.000 indexiert. Logs zeigen: 70 % der Googlebot-Hits gehen auf Sortier- und Pagination-URLs, die per Canonical kanonisiert sind. Konsequenz: robots.txt-Disallow für Sortier-Parameter — Crawl-Budget verschiebt sich auf indexierungswürdige Produktseiten, neue Produkte werden schneller aufgenommen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Search Console Crawl Stats zeigt Aggregate von Google selbst, ohne URL-Granularität. Site-Audit-Crawler (Screaming Frog im Desktop-Modus) sind synthetisch — sie zeigen, was crawlbar wäre, nicht was Google wirklich crawlt. Logs sind die einzige Quelle für tatsächliches Crawl-Verhalten.

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