Begriff
HTTP/2 und HTTP/3
Modernere Versionen des HTTP-Protokolls, die parallele Anfragen über eine einzige Verbindung (HTTP/2) bzw. über das schnellere QUIC-Transport (HTTP/3) ausliefern.
HTTP/2 und HTTP/3 — ausführlicher erklärt
HTTP/2 (2015 standardisiert) löste das Head-of-Line-Blocking-Problem von HTTP/1.1: viele Ressourcen können binär-gemultiplext über eine einzige TCP-Verbindung parallel laufen. Header werden komprimiert (HPACK), Server-Push war optional. HTTP/3 (2022, RFC 9114) ersetzt TCP durch QUIC auf UDP — Verbindungsaufbau braucht nur einen Roundtrip (statt drei), Verbindungs-Migration zwischen WLAN und Mobilfunk klappt ohne Re-Handshake.
Für Sites bedeutet das: kürzere TTFB, weniger empfindlich gegen schlechte Netze, kein Bedarf mehr für Domain-Sharding. Beide werden von allen großen CDNs und modernen Browsern unterstützt.
Beispiel / Praxisbezug
Cloudflare, Fastly und Bunny.net haben HTTP/3 standardmäßig aktiviert — wer einen dieser Dienste vorschaltet, bekommt das Upgrade ohne Server-Konfiguration. Im Browser-DevTools-Network-Tab steht dann „h3” als Protokoll.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
HTTP/2 läuft auf TCP+TLS, HTTP/3 auf QUIC+UDP — Anwendungs-API bleibt aus Web-Entwickler-Sicht identisch. TLS ist eigenständig: HTTP/2 in der Praxis immer mit TLS, HTTP/3 hat TLS 1.3 fest in QUIC integriert.
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