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Begriff

Context Precision

Context Precision ist eine RAG-Eval-Metrik (0–1), die misst, wie gut der Retriever relevante Kontexte vor irrelevante platziert — Fokus liegt auf Ranking-Qualität, nicht auf reiner Trefferanzahl.

Context Precision — ausführlicher erklärt

Context Precision bewertet, ob die abgerufenen Kontext-Chunks in der richtigen Reihenfolge geliefert werden. Konkret: stehen die für die Antwort tatsächlich nützlichen Chunks vorne, oder verstecken sich die guten Treffer auf Position 5 hinter Rauschen? Das ist wichtig, weil das LLM in der Generierung von oben nach unten priorisiert und das Kontextfenster begrenzt ist. Berechnet wird die Metrik üblicherweise als positions-gewichteter Mittelwert: ein relevanter Treffer auf Platz 1 zählt voll, derselbe Treffer auf Platz 5 weniger.

Beispiel / Praxisbezug

Top-3-Treffer einer Anfrage: Chunk A (relevant), Chunk B (irrelevant), Chunk C (relevant). Score liegt unter 1, weil ein irrelevanter Chunk vor einem relevanten kommt. Optimum: alle relevanten Chunks vor allen irrelevanten. Praktisch nutzt man die Metrik, um Reranker-Qualität zu vergleichen — ein guter Cross-Encoder-Reranker hebt die Context Precision deutlich, ohne Recall zu verschlechtern. RAGAS und DeepEval implementieren beide eine LLM-Judge-Variante.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Context Precision ist die Ordnungs-Metrik des Retrievers; Context Recall ist die Vollständigkeits-Metrik (sind alle relevanten Fakten unter den Treffern?). Beide zusammen verhindern Gaming: nur Recall optimieren führt zu riesigen Top-50-Fenstern voller Rauschen, nur Precision optimieren führt zu wenigen, aber unvollständigen Treffern. Faithfulness und Answer Relevancy decken die Generierungs-Qualität ab — diese vier zusammen sind das Standard-Quartett der RAG-Evaluation.

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