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Begriff

DPO (Direct Preference Optimization)

DPO ist ein Fine-Tuning-Verfahren, das Sprachmodelle direkt an menschlichen Präferenzpaaren ausrichtet — ohne separates Reward-Modell und ohne Reinforcement Learning.

DPO — ausführlicher erklärt

Direct Preference Optimization wurde 2023 von Rafailov et al. vorgestellt und gilt seitdem als pragmatische Alternative zu RLHF. Statt erst ein Reward-Modell zu trainieren und dann via PPO ein Sprachmodell zu optimieren, leitet DPO eine geschlossene Verlustfunktion direkt aus den Präferenzpaaren ab: zu jedem Prompt gibt es eine bevorzugte und eine abgelehnte Antwort. Das Modell lernt, die Wahrscheinlichkeit der bevorzugten gegenüber der abgelehnten zu erhöhen — relativ zu einer eingefrorenen Referenzversion seiner selbst.

Beispiel / Praxisbezug

Praktisch heißt das: ein einziger Trainingslauf mit Standard-SFT-Pipeline (typisch über Hugging Face TRL oder vergleichbare Bibliotheken), kein Reward-Modell, kein PPO-Tuning. DPO ist deutlich stabiler und ressourcenschonender als RLHF und wurde in den Folgejahren zur Default-Methode für Open-Source-Alignment — etwa bei Llama 3, Mistral und vielen Hugging-Face-Modellen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Im Unterschied zu RLHF entfällt das Reward-Modell und der PPO-Schritt. Im Unterschied zu SFT lernt DPO nicht nur die richtige, sondern explizit auch die falsche Antwort relativ zueinander. Nachfolger wie ORPO (Odds Ratio Preference Optimization) versuchen, sogar SFT und Präferenz-Lernen in einem Schritt zu vereinen.

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