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Begriff

Evals

Evals sind systematische Tests für LLM-Anwendungen — feste Testfälle, automatische Bewertung der Antworten, Ergebnis als Score. Grundlage, um Prompt- oder Modellwechsel objektiv zu vergleichen.

Evals — ausführlicher erklärt

Wer eine LLM-Anwendung entwickelt, kennt das Problem: Eine kleine Prompt-Änderung verbessert ein Beispiel und verschlechtert drei andere — ohne Testabdeckung bleibt das unsichtbar. Evals lösen das, indem sie eine kuratierte Menge von Eingabe-Erwartung-Paaren gegen das System laufen lassen und jede Antwort bewerten. Die Bewertung kann deterministisch sein (exakter Match, regulärer Ausdruck), strukturell (JSON-Schema gültig?), per LLM-as-a-Judge (anderes Modell beurteilt) oder hybrid. Aus den Einzelbewertungen entsteht ein aggregierter Score, der über Builds verglichen wird.

Beispiel / Praxisbezug

OpenAI Evals, Promptfoo, Langfuse, Braintrust und LangSmith bieten Frameworks dafür; Anthropic stellt mit anthropic-evals und der Workbench eigene Werkzeuge bereit. Ein typischer Datensatz für einen Support-Bot: 50–500 Beispiel-Tickets mit erwarteten Tags, Tonality-Kriterien und Eskalations-Flags. CI-Pipelines können Eval-Suites bei jedem Pull Request ausführen und einen Merge bei Score-Regression blockieren.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Public Benchmarks wie MMLU, HumanEval oder Terminal-Bench bewerten allgemeine Modellfähigkeiten — Evals dagegen prüfen die konkrete Anwendung mit ihrem eigenen Prompt-Stack. Unit Tests bewerten deterministisch eine Funktion; Evals akzeptieren Streuung in der Antwort und messen statistisch über viele Beispiele. Observability-Tools sammeln Live-Daten, die als Quelle für Eval-Datasets dienen.

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