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Begriff

Inferenz

Inferenz bezeichnet das Ausführen eines bereits trainierten Modells, um aus einer Eingabe eine Antwort zu generieren — also den produktiven Betrieb, nicht das Training.

Inferenz — ausführlicher erklärt

Während das Training ein Modell auf Daten anpasst, ist Inferenz der Vorgang, bei dem das fertige Modell genutzt wird: Ein Prompt geht rein, Token für Token wird die Antwort errechnet, der Output kommt raus. Inferenz ist deutlich günstiger als Training, summiert sich aber bei produktivem Einsatz schnell — jede Anfrage kostet Rechenzeit (GPU/CPU), Speicher und Energie.

Beispiel / Praxisbezug

Ein lokales Llama-3-Modell auf einem Laptop läuft im Inferenz-Modus: llama.cpp lädt die Gewichte in den RAM, der Prompt wird durchs Netz geschickt, Tokens werden gesampelt. Bei API-Diensten wie der Anthropic- oder OpenAI-API zahlen Nutzer pro Inferenz, abgerechnet in Input- und Output-Tokens. Stellgrößen wie Quantisierung, Batch-Größe oder KV-Cache entscheiden über Geschwindigkeit und Kosten.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Inferenz ist nicht Training und nicht Fine-Tuning — die Gewichte verändern sich dabei nicht. Sie ist auch keine bloße Vorhersage einer einzelnen Klasse: bei generativen Modellen ist Inferenz ein iterativer Prozess, der Token für Token einen ganzen Output aufbaut.

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