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Begriff

Prefix Tuning

Prefix Tuning ist ein PEFT-Verfahren, bei dem nicht Modellgewichte, sondern eine Folge gelernter „virtueller Tokens" trainiert wird, die der Eingabe vorangestellt werden — das Basis-Modell bleibt eingefroren.

Prefix Tuning — ausführlicher erklärt

Vorgestellt 2021 von Li & Liang (Stanford), nutzt Prefix Tuning eine elegante Idee: statt Gewichte oder Adapter zu lernen, lernt man eine Sequenz von kontinuierlichen Vektoren, die in jeder Aufmerksamkeits-Schicht als Präfix der eigentlichen Eingabe wirken. Diese „Prefix-Tokens” sind keine echten Tokens aus dem Vokabular — es sind frei trainierbare Embeddings im Modell-Latent-Raum. Der Trainings-Footprint ist winzig (typischerweise unter 0,1 % der Modellparameter), und mehrere Prefixes lassen sich pro Use-Case parallel halten. Eine eng verwandte Variante ist Prompt Tuning (Lester et al., 2021), bei der nur am Eingabe-Layer ein gelernter Vektor-Prefix existiert — noch leichter, aber weniger ausdrucksstark.

Beispiel / Praxisbezug

Praktische Nische: wenn ein Modell für eine Vielzahl kleiner, leicht unterschiedlicher Aufgaben anpasst werden soll und der Speicherbedarf pro Aufgabe minimal sein muss. Klassisch genutzt für Multi-Task-Setups in Forschung und Production-Systemen mit dutzenden Tenants. In der Praxis hat LoRA Prefix Tuning weitgehend verdrängt — LoRA ist meist genauso effizient, dabei stabiler im Training und mergebar in das Basis-Modell.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

LoRA injiziert niedrigrangige Matrizen in die Aufmerksamkeits-Gewichte und ist heute der De-facto-Standard. Klassische Adapter fügen MLP-Module zwischen Layer ein. Prefix Tuning verändert weder Gewichte noch Architektur, sondern erweitert nur den Kontext um gelernte Vektoren. Prompt Tuning ist die minimale Variante davon — Prefix Tuning lernt Vektoren in jedem Layer, Prompt Tuning nur am Eingang.

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