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Begriff

Prompt Caching

Prompt Caching ist eine API-Funktion, bei der ein Anbieter wiederkehrende Prompt-Bestandteile zwischenspeichert — Folgeanfragen werden dadurch günstiger und schneller, weil der gecachte Teil nicht erneut verarbeitet wird.

Prompt Caching — ausführlicher erklärt

Bei langen System-Prompts, Tool-Definitionen oder mitgegebenen Dokumenten wiederholt sich derselbe Text-Block oft über tausende Anfragen hinweg. Ohne Caching wird er jedes Mal komplett tokenisiert und durch die ersten Layer des Modells geschickt. Prompt Caching speichert die internen Zustände nach diesem Block — sogenannte Key-Value-Cache-Einträge — und nutzt sie bei der nächsten Anfrage wieder. Anthropic, OpenAI und Google bieten das als API-Funktion an. Der Effekt ist dramatisch: Cache-Hits kosten typischerweise nur 10 % des regulären Input-Token-Preises und reduzieren die Time-to-First-Token spürbar. Caches haben begrenzte Lebensdauer (meist 5 Minuten passiv, Stunden bis Tage explizit) und müssen am Anfang des Prompts liegen.

Beispiel / Praxisbezug

Klassischer Anwendungsfall: ein Coding-Agent führt einen Multi-Turn-Dialog mit 30k Tokens Repository-Kontext. Ohne Caching kostet jede Folgeanfrage volle 30k Input-Tokens. Mit Prompt Caching werden Repository-Kontext und System-Prompt nach dem ersten Aufruf gecacht — die nächsten zwanzig Turns kosten nur die jeweils neu hinzugekommenen Tokens (Nutzer-Frage + bisherige Antworten) zum vollen Tarif, der Rest zum Cache-Hit-Preis.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Klassisches Response-Caching speichert komplette Antworten zu identischen Anfragen — nutzt aber bei minimaler Variation der Eingabe nichts mehr. Embedding-Caching speichert berechnete Vektor-Repräsentationen, ist also eine andere Cache-Schicht. Prompt Caching wirkt nicht über identische Anfragen hinweg, sondern über identische Prompt-Präfixe — und ist damit deutlich praktikabler im Agent-Betrieb.

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