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Begriff

Streaming (LLM)

Streaming bezeichnet die Übertragung der LLM-Antwort tokenweise in Echtzeit — der Nutzer sieht den Text Wort für Wort statt erst am Ende der gesamten Generierung.

Streaming — ausführlicher erklärt

Sprachmodelle erzeugen Text autoregressiv: Token für Token, nacheinander. Ohne Streaming wartet der Client, bis die komplette Antwort fertig ist, und bekommt sie dann auf einmal. Mit Streaming pusht der API-Server jedes neu erzeugte Token sofort an den Client — typischerweise über Server-Sent Events (SSE) oder WebSockets. Das ändert die User Experience grundlegend: die wahrgenommene Wartezeit kollabiert auf die Time-to-First-Token (oft unter einer Sekunde), und der Nutzer kann lange Antworten lesen, während sie noch entstehen. Programmatisch erfordert Streaming etwas mehr Code als ein einfacher Request-Response-Aufruf — Bibliotheken wie das Anthropic-, OpenAI- oder Vercel-AI-SDK kapseln das aber sauber.

Beispiel / Praxisbezug

ChatGPT, Claude.ai, Cursor-Chat — alle bekannten KI-Chats nutzen Streaming, weil eine drei Sekunden lange „nichts passiert”-Phase die UX zerstört. Im Backend-Einsatz dagegen ist Streaming oft unnötig: wer einen LLM-Aufruf in einer Pipeline verwendet, will meist die fertige Antwort verarbeiten und nicht zwischen Tokens reagieren. In Agent-Loops mit Tool-Use ist Streaming ebenfalls weniger kritisch, weil ohnehin auf strukturierte Tool-Calls gewartet werden muss.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Batch-Inferenz ist das Gegenteil von Streaming — bewusst keine Echtzeit, dafür hoher Durchsatz und niedrige Kosten. Time-to-First-Token (TTFT) ist die wichtigste Latenz-Metrik im Streaming-Kontext. Tokens-per-Second misst danach, wie schnell die Generierung weiterläuft. Beide Werte unterscheiden sich stark zwischen Modellen und werden in API-Auswahl-Entscheidungen mit einbezogen.

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