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Begriff

Tier-Pricing

Mehrstufiges Modell-Angebot eines Anbieters — kleine, schnelle Varianten (Mini/Flash/Haiku) zum Bruchteil des Preises der großen Frontier-Modelle. Auch: Volume-Tiers mit Mengenrabatt.

Tier-Pricing — ausführlicher erklärt

Anbieter staffeln ihre Modelle in Tiers, damit Nutzer für jede Aufgabe das passende Preis-Leistungs-Niveau wählen können. Die Faustregel: Frontier-Modelle (Opus, GPT-5.5, Gemini 3 Pro) für komplexes Reasoning und Spezialfälle; Mid-Tier (Sonnet, GPT-5.5-mini, Gemini Flash) für die meisten Produktiv-Anwendungen; Low-Tier (Haiku, GPT-Nano, Flash-Lite) für hochvolumige, einfache Aufgaben wie Klassifikation oder Routing. Der Preisunterschied zwischen Top- und Bottom-Tier liegt typischerweise beim Faktor 30–60.

Beispiel / Praxisbezug

Ein Chatbot, der eingehende Tickets erst klassifiziert (kurze, simple Aufgabe) und dann je nach Klasse eine ausführliche Antwort erstellt, kann den Klassifikations-Schritt mit Haiku (~$0,25 / $1,25 pro MTok) und nur die finale Antwort mit Sonnet (~$3 / $15) erzeugen. Bei 10.000 Tickets pro Tag spart das oft 70–90 % der Gesamtkosten gegenüber einem reinen Sonnet-Setup — bei kaum spürbarem Qualitätsverlust, weil Klassifikation eben keine Frontier-Aufgabe ist.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Volume-Tiers (auch: Usage-Tiers) sind eine andere Achse — sie staffeln den Rabatt nach der monatlichen Verbrauchshöhe oder Vorabzahlung des Kunden, nicht nach Modellgröße. Tier-Pricing meint hier die Modellauswahl. Beide kombiniert ergeben den günstigsten Setup: kleines Modell für einfache Aufgaben + hoher Volume-Tier für Mengenrabatt.

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