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Begriff

Tokenizer

Ein Tokenizer ist das Programm, das Text in Tokens zerlegt, bevor ein Sprachmodell ihn verarbeiten kann — er bestimmt, wie viele Tokens ein Text kostet.

Tokenizer — ausführlicher erklärt

Bevor ein Sprachmodell einen Prompt lesen kann, muss der Text in Tokens zerlegt werden — kleine Einheiten, die meist Wortteilen entsprechen. Genau das ist die Aufgabe des Tokenizers. Jede Modellfamilie bringt ihren eigenen mit: OpenAIs GPT-Modelle nutzen tiktoken, Anthropics Claude-Modelle setzen seit Opus 4.7 einen neuen Tokenizer ein, Meta-Modelle verwenden SentencePiece-Varianten. Weil verschiedene Tokenizer denselben Text in eine unterschiedliche Anzahl Tokens zerlegen, unterscheiden sich auch die Kosten pro Request je nach Modell — selbst bei identischem Preis pro Token.

Praxisbezug

Ein konkretes Beispiel: Opus 4.7 verwendet einen neuen Tokenizer, der aus demselben Text bis zu 35 % mehr Tokens erzeugt als der Tokenizer von Opus 4.6. Der Preis pro Token ist identisch ($5 / MTok Input, $25 / MTok Output), aber der reale Preis pro Request steigt um bis zu 35 %, weil mehr Tokens anfallen. Besonders Code und strukturierte Daten sind betroffen. Wer die Tokenizer-Eigenheiten seines Modells kennt, kann Prompts kürzen, Caching gezielter einsetzen und die tatsächlichen Kosten besser einschätzen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Ein Tokenizer ist nicht dasselbe wie ein Token: Der Tokenizer ist das Werkzeug, der Token ist das Ergebnis. Auch nicht zu verwechseln mit Embeddings — die entstehen erst nach der Tokenisierung, wenn das Modell die Tokens in numerische Vektoren umwandelt.

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