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Begriff

Vektor-Datenbank

Eine Vektor-Datenbank speichert Embeddings als hochdimensionale Vektoren und sucht darin nach semantischer Ähnlichkeit — die Kerninfrastruktur für RAG, semantische Suche und Empfehlungssysteme.

Vektor-Datenbank — ausführlicher erklärt

Statt Datensätze über exakte Keys oder Volltext-Indizes zu finden, vergleicht eine Vektor-Datenbank Punkte im Vektorraum: zwei Embeddings sind „ähnlich”, wenn ihr Abstand (z. B. Kosinus-Ähnlichkeit, euklidisch, Dot-Product) klein ist. Damit das bei Millionen Vektoren in Millisekunden funktioniert, kommen ANN-Indizes zum Einsatz — Approximate Nearest Neighbor, meist HNSW oder IVF —, die nicht jeden Vektor mit jedem vergleichen, sondern eine geschickte Suchstruktur aufbauen.

Beispiel / Praxisbezug

In einem RAG-Chatbot werden Dokumente zerlegt (Chunking), in Embeddings überführt und in der Vektor-Datenbank abgelegt. Bei jeder Frage wird die Frage selbst eingebettet, die Top-k ähnlichsten Chunks werden zurückgeliefert und dem LLM als Kontext mitgegeben. Bekannte Vertreter sind Pinecone, Qdrant, Weaviate, Milvus sowie pgvector als PostgreSQL-Erweiterung.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Eine Vektor-Datenbank ist keine relationale Datenbank — JOINs und Transaktionen stehen nicht im Mittelpunkt, sondern Ähnlichkeitssuche. Volltext-Engines wie Elasticsearch suchen nach Tokens und Treffern; Vektor-Suche findet auch Begriffe, die im Text gar nicht vorkommen, wenn die Bedeutung ähnlich ist. Hybrid-Search kombiniert beide Welten.

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